(UN)SICHTBAR

20.04.2007 - 31.05.2007

Christian Angl, Fotografie
Günter Wermekes, Schmuck und Skulpturen

Die unsichtbare Stadt.

Die Fotografien von Christian Angl zeigen fiktive Urbanität in Teilansichten von Gebäuden und Plätzen, wie sie überall zu finden sind. Bewusst werden rohe Materialien in der Architektur, wie Beton, Stein und Glas gezeigt, die auch auf „Brüche“ unserer Wahrnehmung verweisen. Die Bilder sind Fragmente, die mögliche Ereignisse andeuten. Sie sind der Rahmen der eine Grundstimmung erzeugt, in der jeder die Möglichkeit hat, selbst Geschichten zu erfinden. Ausführung: Digitalprint auf Alu-Dibond.

Der Arbeit liegt Italo Calvinos Roman: „Die unsichtbaren Städte“ zugrunde, eine Sammlung eigenständiger Kurzgeschichten. Ebenso ist diese Serie von Christian Angl zu verstehen. Es sind 12 eigenständige Werke, die in keiner vorgeschriebenen Reihenfolge zu betrachten sind. Nur Anfang und Ende sind fest definierte Größen.

Klar, reduziert, architektonisch.

Auch den Skulpturen von Günter Wermekes liegt ein architektonischer Ansatz zugrunde: sie existieren. Sie existieren durch ihre Farbigkeit, ihre Schwere, ihre Klarheit. Aber auch durch den Raum, der sie umgibt und ohne den sie nicht sein können.

Leere und Volumen.

Massive rostende Stahlkörper schweben auf zarten Stahlstäben, die Volumen umreißen, das transparent ist und durch die Bewegung des Betrachters vibriert.

Material und Raum.
Wahrheit und Imagination.

Goethe sagte: „Es ist nicht immer nötig, dass das Wahre sich verkörpere; schon genug, wenn es geistig umherschwebt und Übereinstimmung bewirkt, wenn es wie Glockenton ernst – freundlich durch die Lüfte wogt.“

Der Dialog von fotografischer und skulpturaler Annäherung an den künstlich gebauten Raum und seine subjektive Wahrnehmung stehen im Mittelpunkt der Ausstellung.


Pressemappe
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