Luis J. Soltmann
Fotografie1948 in Warin/Mecklenburg geboren
1972 Studium der “Visuellen Kommunikation” an der Folkwang-Schule Essen unter anderem bei Prof. Schubert und Prof. Otto Steinert
1982 Fotosequenzen in “ARTE ACTUAL “/ Cabildo Insular de Lanzarote y Ministerio de Cultura; Veröffentlichungen von Panoramabildern im “STERN”
1986 Bild-/Film- und Videodocumentationen über das Wirken Cesar Manriques auf Lanzarote/Tenerife/Madrid; Publikationen im Belserverlag
2004 Austellung “PROJECKT MARKTANTEILE” Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum
2007 Teilnehmer am Festival Photolucida, Portland U.S.A. Ausstellung Henze/Soltmann Galerie Haus Isenburg 2008 Große Kunstaustellung NRW museum kunst palast Düsseldorf
Gegen die Leichtfertigkeit der Wahrnehmung
Fotos scheinen die visuelle Wahrnehmung ziemlich perfekt zu simulieren und darüber hinaus auch die Flüchtigkeit des Sehens aufzuheben. Oft entsteht der Eindruck, dass erst ein gutes Foto uns ein wahres Bild macht von den Dingen dieser Welt, obwohl wir sie mit eigenen Augen schon oft berührt haben.
Luis J. Soltmann hat den Blick für solche Erscheinungen bewahrt, hat sie nicht unter der Rubrik “optische Phänomene” abgehakt. Seine Fotos zeugen vom Staunen, das oft sprachlos bleibt, und das ist der Reiz. Die Sensibilität für solche Gegebenheiten haben ihn schon früh veranlasst sie in situ herzustellen und mit den Phänomenen zu experimentieren. Das visuelle Erlebnis zögert an der Grenze des Eindeutigen. Der Verstand fordert Sicherheit, das Auge bietet Ambivalenz. Grund genug die optische Wahrnehmung zu hinterfragen.
Soltmann ist ein systematischer Arbeiter mit vielen Fragen zugleich. So gibt es etliche kleine Serien, die er zum Teil über lange Zeiträume hinweg immer wieder aufgreift und vervollständigt, und die ihn wohl ein Leben lang begleiten werden. Denn, mögen die Probleme der Wahrnehmung auch wissenschaftlich zunehmend geklärt werden, die Phänomene bleiben und die in ihnen liegende Poesie auch.
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